Wie mein Weg zum christlichen Glauben – eher wieder – genau abgelaufen ist, das weiß ich noch sehr genau.
Zunächst ein mal Gottes Segen für Dich, der Du diese Seite entdeckt hast und hier ein wenig stöbern möchtest.
Der Glaube wurde mir als Kind in die Wiege gelegt – klar ich bin so wie Du ein Geschöpf Gottes, des Vaters im Himmel. Meine Mutter hat mich auf der Erde
begleitet und mich im christlichen – katholischen – Glauben erzogen. In der Schule besuchte ich den Religionsunterricht – ja so hieß das damals noch.
Die Heilige Kommunion als erste Begegnungsstätte mit Jesus Christus empfing ich am 13. April 1980. Zum ersten Mal durfte ich die wunderbare Güte von Jesus Christus empfangen, der sein Leben auch für mich am Kreuze hingegeben hatte.
Es war besonders, wenngleich die Gäste, Geschenke und das Essen da wohl doch mehr im Vordergrund standen. Danach ging es inspiriert auch durch
meine Jugendfreundin Chris zu den Ministranten, was riesig Spass gemacht hatte.
Den Dienst am Altar mit Würde zu versehen war für mich nicht Pflicht, sondern eine Ehre, denn diesen Dienst durfte ich als Gnadengeschenk sehen und hier
Jesus Christus dienen, der mich auch in gewisser Weise gerufen hatte.
Klar ist, viele der damaligen Ministranten haben spätestens mit 16 oder 18 aufgehört, ich hätte da noch weiter machen können, hatte da aber noch andere Dienste begleitet, wie u.a. der erste Kommunionhelfer in unserer Kirche und Organist.
Tja nach der Kommunion – um mal wieder den Zeitbogen nicht zu verlassen, kam dann 1984 die Firmung, meine Begegnung mit dem Heiligen Geist. Jetzt hatten wir uns also alle bekannt gemacht, Gott Vater, Jesus der Sohn und der Heilige Geist, die die Heilige Dreifaltigkeit darstellten, also 3 Personen eines göttlichen Wesens.
Irgendwie hat aber der nächste Ruf bei mir Unbehagen ausgelöst, obwohl im Nachgang betrachtet, das für mich – auch wenn ich mich in meiner aktuellen Situation wohl fühle – der gesündere Weg gewesen wäre.
Ab ca. 1999 stellte sich – auch den Umzug – eine leichte Kirchendistanz ein, die bis 2018 anhielt. Glauben hab ich nicht verloren, aber irgendwie konnte ich die
Wurzeln nicht so in die Erde bringen, wo sie sich dann festen Halt holten.
In der Christmette 2018 – wo es mich irgendwie magisch hinzog – kam dann der Ruf wieder. Keinen Ruf, den man laut hören kann, keinen Ruf, den man im Kopf hat, sondern ein Ruf, der das Herz warm werden lässt, jedoch keinen Schmerz, sondern Freude und Liebe spüren lässt.
Ich wollte Diakon werden. Außer wie man das schreibt und was man sich da grob die Verantwortung vorstellt, war ich sicher, dass dies in dem Ruf verankert war. Anm.: Ich kenne meinen Freund Jesus nun schon mindestens 55 Jahre und ich war da überzeugt, dass dies sein Wunsch ist.
Nachdem ich alle Infos gesammelt und Kontakt hergestellt hatte, wurde ich vom Ausbildungsleiter aus Speyer besucht. Er meinte das es gewisse Ansätze gibt, jedoch hier noch u.a. das Studium der Theologie, sowie der Begründung einer Familie (Stichwort: Hochzeit) zu erledigen gäbe, was jedoch noch Zeit hatte.
Weitere Gespräche mit dem Regens vom Priesterseminar fanden statt. Schlussendlich wurde ich nach Beginn des Theologiestudiums nach einem Jahr in den Bewerberkreis aufgenommen. Ich lernte eifrig, aber ich merkte auch, dass irgend etwas im inneren nicht so ganz warm wurde mit der Obrigkeit. Auch wenn ich in der eigenen Pfarrgemeinde Unterstützer hatte, war da etwas – was ich im Nachgang als vorsichtigen Hinweis meines Freundes Jesus verstand – das mich dann 2022 dazu bewog, meinen Austritt aus dem Bewerberkreis zu beschließen.
Einige waren traurig, aber ich war nach einer gewissen Traurigkeit dann fest der Überzeugung, dass Jesus mir da weiter hilft, bzw. mich auf dem richtigen Weg weiter begleitet.
Mittlerweile habe ich offiziell meine Lektoren Ausbildung (noch während Corona) und Kommunionhelfer nebst Wortgottesdienst Leiter erfolgreich absolviert und
kann so der Berufung folgen, für die mich Jesus Christus vorgesehen hat.
Hier fühle ich mich auch angekommen. Angekommen, um mit anderen Menschen meine wunderbare Freundschaft mit Jesus Christus zu teilen und den Glauben zu teilen, so wie Gott ihn uns Menschen schenkt. Wir müssen nur dieses Geschenk auspacken, es hegen und pflegen. Dann werden wir glücklich.
Mein Liebster Psalm ist der Psalm 23, aus dem ich nun 2 Verse herausgeholt habe, die dem Weg zum Glauben oder im Glauben trefflich beschreiben.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
(Psalm 23,3-4)


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