Das Gebet ist der Lobpreis an Gott, den Allmächtigen Vater. Wir bringen damals wie heute unsere Sorgen, Bedürfnisse und Hilferufe im Gebet zu Gott. Gleiches gilt, wenn wir zu unserem Herrn und Gott Jesus Christus beten. Beten bedeutet kommunikation mit Gott. Er antwortet uns in besonderer Form durch unser Herz.
Wenn jemand sagt, dass Beten Althergebracht und Überflüssig ist, dann hat er sich von Gott entfernt. Sei es, weil er enttäuscht wurde, durch ein Ereignis, dass in der Jugend oder als Kind statgefunden hat. Gott wird uns unsere Bitten nach seinem Dafürhalten erfüllen, nicht aber so wie wir es wollen. Geld und Ruhm müssen wir uns selbst erarbeiten, denn das ist nicht wichtig für das Leben mit Gott. Wohl aber Demut, Leben nach seinen Geboten. Das Gebet im Alltag kann uns in so mancher düsterer Stunde helfen und uns Kraft geben. Kraft und Energie, die wir brauchen, um eine schwierige Zeit zu überstehen.
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR (Jesaja 55,8)
Der obige Vers aus der Bibel sollte uns auch helfen zu verstehen, weshalb manche Gebete nicht in Erfüllung gehen und wir dann auch „enttäuscht“ sind. Vielleicht bietet sich später die Chance bei einem anderen Ereignis ein klein wenig zu verstehen, warum Gott damals so gehandelt hat.
Betrachten wir das Gebet, das uns von Jesus Christus selbst gegeben wurde – also den Aposteln, die das dann weitergegeben haben.
Unser Vater im Himmel, geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit – Amen
Persönlicher kann ein Gebet nicht sein „Unser Vater im Himmel“ Ich habe absichtlich eine ältere Version des Gebets gewählt, da dort der persönliche Charakter und auch die Bedeutung besser rüber kommt.
Geheiligt werde Dein Name – Der Name Gottes, des himmlischen Vaters soll Geheiligt, also Lobpreisen. Sein Wille geschehe im Himmel wie auch auf Erden, unterstreicht die Gottesmacht. Und gib uns unser täglich Brot steht dafür, dass wir
Gott Vater um Nahrung für den Tag bitten, damit wir leben können. Mal ehrlich wir haben hier zu viel Brot und Nahrung, teilen wollen wir es jedoch nicht mit Menschen, die nichts zu Essen haben. Vielleicht denken wir. Gott wird sich schon erbarmen. Das tut er, aber es gehört zu unserer Christenpflicht dazu, dass wir von unserem Überfluss etwas abgeben.
Der nächste Satz – und vergib uns unsere Schuld, so wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Ist eine große Hausnummer. In dem wir Gott bitten, uns unsere Schuld / Vergehen zu vergeben, haben auch wir die Aufgabe bekommen, unseren Mitmenschen die Hand zum Frieden zu reichen und ihnen ihre Verfehlungen uns gegenüber zu vergeben. Das ist oft nicht einfach, diesen Schritt zu tun. Wenn wir aber an Jesus am Kreuz denken, so wissen wir, dass er seinen Peinigern und Richtern vergeben hat.
Im folgenden Satz geht es darum, dass wir ihn – Gott Vater – bitten, uns vor Versuchungen und auch dem Bösen zu bewahren und uns zu erlösen. Der arme Mensch bittet hier, uns vor dem Bösen – Satan – zu beschützen.
Zu guter Letzt kommt die Schlussformel. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit – in Ewigkeit Amen. Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dem Schöpfer wird hier nochmals einmal Lobpreis bezeugt und dass er der eine und einzige ist.
Amen
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